Gefühlsmanagement durch essen

Wir alle wissen – bei Stress, Frust oder Langeweile hilft essen. Ob Schokolade, Keks oder Bockwurst – essen lenkt ab, beruhigt, schafft neue Gefühle und füllt Lücken. Doch wobei hilft es eigentlich? Das strawberry cartoon with many expressionsunangenehme Gefühl ist erst mal weniger präsent. Nicht weg aber mehr im Hintergrund. Insofern hilft essen. Letztlich ist Essen eine mögliche Strategie, um mit unangenehmen Gefühlen umzugehen. Ist das ein Problem?

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Bei Stress essen oder hungern?

Es gibt Menschen, die essen, um sich zu entspannen. Andere bekommen nichts runter, wenn Stress herrscht. Beides ist o.k. 

Young mother working at homeSind nicht die optimalsten Strategien, aber sie funktionieren beide. Im Rahmen einer Untersuchung wurde festgestellt, dass Stressesser in ruhigeren Zeiten dann automatisch weniger zu sich nehmen und Stresshungerer wieder mehr essen. So kommt es wieder zu einem Ausgleich.

Solche Verhaltensweisen sind tief eingeprägt und können nur schwer verändert werden. Warum auch? Es ist sinnvoller sich das Thema Stress anzuschauen, als seine Bewältigungsstrategie ins Unrecht zu setzen. Und absolut kontraproduktiv ist es, sich als Stressesser bei Stress auch noch das Essen zu verbieten. Das führt zu mehr Stress, was letztlich ungünstiger ist, als sich mit einem Toast zu entspannen. Also zur Entspannung genießen, ist gar nicht so verkehrt. Als ob wir das nicht schon immer geahnt haben. 


Herbstblues und Essen

Irgendwie schafft es jetzt meist eine Packung Lebkuchen in meinen Korb. Nun, wo es so früh dunkel wird. Und liegt sie da mal drin, ist sie schon so gut wie gegessen. Es sind die Gedanken an Abendfilme, triste Momente allein oder zu zweit und die kleine Freude, die im Lebkuchen zu wohnen scheint. Essen als Emotionsmanagement.Gingerbread cookie

Ich finde, ein Lebkuchen geht immer  noch. Der Zweite macht mir aber schon ein blödes Gefühl im Bauch. Zum Glück merke ich das. Als Ausgleich gibt’s grünen Tee dazu. Schon zwei Tassen verringern signifikant den Insulinanstieg1 im Blut nach kohlenhydratreichen Leckereien. Ist das Augenwischerei? Ich nenne es mal Pragmatismus. Der Herbst fordert eben seinen Tribut. Wenig Sonne, grauer Himmel ohne jubilierende Vögel…  Bleibt es im Rahmen darf das sein. Für mich. 

Quelle: Pharmazeutische Zeitung online „Teetrinken ist Königsdisziplin“