Essen und Bewusstsein

Wenn wir an unserer Ernährung etwas verändern wollen, was wir wirklich tun sollten, dann kommen wir um das Thema Bewusstheit nicht herum. Ich meine das nicht in einem moralischen sondern mehr in einem erwachsenen Sinne. Die Frage, was ist die richtige Ernährung, führt nicht unbedingt zu einer dauerhaften Veränderung. Viel wichtiger ist die Frage, wie viel Bewusstheit oder wie viel Erwachsen-Sein steckt in meinen Entscheidung rund ums Essen?

Unsere Handlungen werden letztlich vom Maß  unseres Bewusstseins geprägt. Und dort tummeln sich Unmengen an elterlichen Regeln, alten Gewohnheiten, Diätvorschriften  und Verboten. Aber auch uralte Sehnsüchte, Vorlieben und Kompensationsmechanismen. Nur ein kleiner Teil ist uns wirklich bewusst.  

Was unterscheidet nun eine bewusste Entscheidung vom Befolgen einer Regel?

Es ist das Maß an Freiheit, dass ich dabei erlebe. Wenn ich weder von den drängenden Bedürfnissen meiner kindlichen Anteile getrieben bin, noch durch die Einschränkungen und Verbote der autoritären Stimmen in mir gepeinigt werde, dann kann ich wirklich frei entscheiden, was und wie viel ich esse möchte. 

Wäre das nicht ein schönes Ziel? Ich denke ja.