Rapunzelzeit

Wenn es kälter wird, wächst er wieder – der gute Feldsalat, auch als Rapunzel oder Ackersalat bekannt. Mit einem cremigen Balsamico-Dressing steht er für mich ganz oben auf der Salatlieblingsliste.

Feldsalat

Er steckt ernährungsphysiologisch voll guter Dinge. Ein Grund ist wohl, dass Feldsalat wirklich auf Feldern wächst also an der frischen Luft. Das mag banal klingen, ist aber schon lange nicht mehr die Regel. Die kleinen Blätter stecken voller Eisen und Vitamin C. Eine 100g Portion deckt den Tagesbedarf etwa zu einem Drittel. Und das ganze bei 14 kcal. Es kommen Vitamin B 6 und Carotinoide dazu, die das Nervensystem stärken und vor freien Radikalen schützen sowie reichlich Kalium und Kalzium. Feldsalat ist übrigens ein Baldriangewächs. Wurzeln und Blätter enthalten Baldrianöl, das wegen seiner nervenstärkenden Wirkung auch pharmazeutisch genutzt wird. Die Blätter sind empfindlich und meist sandig, weshalb sie gut gewaschen werden sollten. Den Salat danach gut abtrocknen oder schleudern. Sonst fällt er beim Kontakt mit Dressing zu schnell zusammen. Wenn man ihn vor dem Marinieren 10 Minuten in den Kühlschrank oder in Eiswasser legt, wird er besonders knackig. Sogar labbriger Salat wird nach 2 bis 3 Stunden in kaltem Wasser wieder gut essbar. Habe ich gerade ausprobiert.

Geschmacklich harmoniert Feldsalat gut mit frischen Pilzen, Zwiebeln und warmem Schafskäse. Kräutersoße, Pfeffersoße oder Eiersoße passen ebenso gut zu ihm, wie Senf oder Knoblauch, Joghurt oder Sauerrahm. Ich mag’s auch gerne mit Kürbiskernöl. Gerade jetzt wenn es frisch ist. Mhmm…