Vorsicht Ernährungsdogma

Kontroverse, Diversitt

Überall stößt man heute auf Ernährungsratgeber, in Form von Bücher, Zeitschriften oder Artikeln. Und auf Menschen, die einem gefagt oder eher ungefragt Ratschläge geben, was man essen sollte und öfter noch, was man nicht (mehr) essen sollte. Das schafft schon mal ein ziemliches Durcheinander im Kopf.

In fast allen Empfehlungen steckt jedoch ein wahrer Kern. Häufig wird aber eins übersehen:

Menschen sind verschieden und gehen daher verschieden mit dem Thema Ernährung um. Wir haben unterschiedliche Gene, wachsen in verschiedenen Umgebungen auf, werden unterschiedlich erzogen und leben in einzigartigen Lebenssituationen. Und ja, manches, was unser körperliches Erbe betrifft, gilt für uns alle: Zu viel Zucker ist für keinen wirklich gut. Und mehr Energie aufzunehmen als man verbraucht führt überall zur Gewichtszunahme. 

Ob daraus jedoch Übergewicht wird, hängt von vielen persönlichen Entscheidungen ab. Es lohnt sich hinzuschauen, was die eigenen Entscheidungen beim Essen beeinflusst. Doch an diesem Punkt wird es schnell unübersichtlich. Es ist einfach so Vieles. Manche Einflüsse sind offensichtlich. Andere wirken im Verborgenen auf das Was und             Wie viel meiner Ernährung.

Was beeinflusst meine Entscheidungen beim Essen?

Es gibt eine Menge Antworten auf diese Frage. Doch kein Anderer kann sie uns geben. Die Antworten liegen in uns. Die Frage ist – wollen wir sie wissen? Und wenn ja, wie finden wir sie? 

Vielleicht wäre Selbsterkenntnis als Weg beim Essen hilfreich. Mit etwas Anleitung können wir herausfinden, welche Art von Ernährung gut zu uns passt. Wir können ungünstigen Gewohnheiten auf die Spur kommen, alte Wunden heilen und sogar mehr genießen lernen. Und zu Recht bewegt viele Menschen die eigene Ernährung. 

Wir sollten mal darüber nachdenken, wie wir über das Thema Ernährung miteinander kommunizieren. Im persönlichen Umfeld und in unserer Gesellschaft. Anstelle inspiriert hinzugehen und gemeinsam nach heilsameren Wegen zu suchen, hauen wir uns leider all zu oft Ernährungsdogmen um die Ohren.

Das Schöne ist doch: wir können das Essen als eine der grundlegenden Freuden unseres Lebens genießen. Aber die Art wie wir das tun, zerstört immer mehr unsere Gesundheit und die unseres Planeten. 

Zeit, dass wir erwachsen werden.