Vorsicht Fruchtzucker

 

Das Saubermann-Image von Fruchtzucker ist vorbei. Die Datenlage ist eindeutig. Fruchtzucker ist „ein Drama für unsere Gesundheit“, so der Hamburger Ernährungsmediziner und Diabetologe Dr. Matthias Riedl im NDR. Die Liste schwerwiegender Gründe für eine solche Aussage ist lang und liest sich wie das ABC der Zivilisationskrankheiten. Von nicht-alkoholischer Fettleber (eine Epidemie von der inzwischen 30%der Weltbevölkerung betroffen ist) über Diabetes, Hirn- und Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht bis hin zu Schädigung der Darmflora und Darmwand.

 

Das Problem mit der Fruktose – sie ist fast überall drin. Als HFCS (Fruktose-Sirup aus Mais) schwappt der Billigzucker aus Amerika in alle Welt und versüßt uns Joghurt, Limonaden, Ketchup, Süßigkeiten und viele andere Lebensmittel. Kaum etwas, was keine Fruktose enthält.

Fruktose kann heute massenhaft billig produziert werden und wird vor allem in der Tiermast und der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Denn im Gegensatz zu anderen Zuckerarten, wie z.B. Traubenzucker, erzeugt Fruktose kein Sattgefühl. Ein Schelm wer dabei böses denkt.

So liegt es an uns, Wissen in Handlung zu übersetzen. Das bedeutet Zutaten lesen und wählerisch sein. Vorsicht vor allem bei Light-Produkten. Sie enthalten fast immer Fruktose und sind nicht empfehlenswert. Fruktose in ganzen Früchten (Obst) ist jedoch weniger problematisch. Sie wird langsam aufgenommen und die Früchte bringen viele andere gute Stoffe mit.